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Die Sache mit den Keywords

Wie SEO "früher" war

Der verständliche Wunsch jedes Kunden ist der Erfolg. Wer einen Shop betreibt, möchte seine Produkte verkaufen. Im Businesskunden-Segment sollen Leads generiert werden, aber auch Ärzte, Anwälte oder Berater möchten neue Patienten, Mandanten und Klienten bekommen. Und dafür wird SEO scheinbar noch als Allheilmittel und Wunderwaffe gleichermaßen verstanden. Immer mit dem Zusatz: Nur Seite 1 Platz 1 zählt! Also her mit diesen Keywords!

Lange bevor Google und Co. verantwortlich für angenehmes Surfen waren, wurden Keywords oft einfach als Domain in die Adresszeile eingetragen. Wer zum Beispiel auf der Suche nach Autoreifen war, trug also „www.autoreifen.de“ ein. Meist (nicht immer) verbarg sich dann tatsächlich ein entsprechendes (Autoreifen-) Angebot hinter dem URL. Soweit die Anfänge. 
Da es aber auch damals schon mehr als einen Autoreifenhändler geben sollte, preschten die Suchmaschinen nach vorne. Ihre Aufgabe wurde es, eingegebene Begriffe mit Suchergebnissen zu verknüpfen.

Wie war das eigentlich früher mit diesem SEO?

In einer früheren Internet-Epoche, in der auch Dialer oder andere tückische Programme die Internet-Nutzer verunsicherten, wurde auch das „gute alte SEO“ geboren. Womit wir auch schon wieder direkt beim Keyword sind, denn dieses wurde nun auf zwei Arten in der Webseite eingebaut:

In Hülle und Fülle im Text auf der Seite sowie in den sogenannten Meta-Daten.

Dies ist der Bereich, in dem Webmaster früher ihre wichtigsten Meta-Keywords eintrugen. Hier sollten die Suchmaschinen auslesen, worum es auf der Seite geht (Autoreifen) und Besucher bei einer entsprechenden Anfrage dorthin lenken. Und das hat eigentlich immer gut geklappt.

Eigentlich.

Wer also auf der Suche nach ehrlichen, schönen und günstigen Autoreifen war, landete unter Umständen auf einer Seite, die vielleicht laut URL auch irgendwas mit „Autoreifencenterwerkstatt…“ hieß. Aber dort wurden weniger Reifen, sondern umso mehr Bilder und Filme zum Kauf angeboten, die mit Autoreifen aber so gar nichts zu tun hatten.

Manch ein Erotikfilm-Vertreiber (z.B.) nutzte das gute alte SEO natürlich auch schamlos aus: Flugs ein paar Seiten mit Filmen zum Kauf anlegen und in den Meta-Daten „Autoreifen, Werkstatt, Autoservice, Winterreifen, Sommerreifen, Wagenheber, Online-Shop“ eintragen: Schon waren die Suchmaschinen verwirrt und die sowieso meist männlichen Käufer von Autoreifen auch an diesem Angebot interessiert.

Qualität im Suchbereich setzt sich durch

Nun unterstellen wir aber den Herren der Schöpfung, dass sie verärgert die Seite verließen und eine erneute Suche nach Autoreifen gestartet haben. Und schon landeten sie auf einer Seite, die wirklich und tatsächlich Gummiräder für Autos verkaufte. Die Texte lasen sich etwa so:

„Herzlich Willkommen auf der Autoreifen-Seite wo Sie Autoreifen für Ihr Auto kaufen können. Mit den richtigen Autoreifen fahren Sie gut, denn unsere Autoreifen sind bei jedem Wetter sicher. Vertrauen Sie auf die Autoreifen aus unserem Shop und bestellen Sie noch heute Ihre Autoreifen bei uns damit die Autoreifen bald bei Ihnen sind! Viel Spaß mit unseren Autoreifen wünscht Ihnen das Team von der Autoreifen GbR.“

Dieses Phänomen eines Textes wurde dann im Footer übertroffen, in dem die „wichtigsten Suchbegriffe“ noch einmal zusammengetragen wurden. Und schon stand über das untere Drittel der Seite eine ellenlange und sinnfreie Aneinanderreihung von Begriffen: „Autoreifen, Winterreifen, Autoreifen, Werkstatt, Autoservice, Winterreifen, Sommerreifen, Wagenheber, Online-Shop….“

Schon wieder waren Google & Co. gefragt, denn je besser das Ergebnis der Suche, desto öfter benutzt man die Suchmaschine. Also weg mit solchen Schundseiten!

Und ewig ruft das Keyword

Über die Jahre hat sich daher ein zurecht negatives Bild von SEO-Agenturen bei den Kunden ausgeprägt. Mittlerweile sind die halbseidenen Betriebe in der Versenkung verschwunden, doch andere Firmen sind dafür aufgetaucht, die mit tollen Versprechungen locken:

„Mit 10 Keywords aus Ihrem Bereich sind Sie in 14 Tagen bei Google auf Platz 1!“

Wow, denkt sich der ein oder andere, und das kostet nur 99,- EUR? Das MUSS gut sein! Und schon wird Kontakt aufgenommen, der Agenturchef erzählt was von SEO hier und Keywords da. Klingt alles super! Also Auftrag unterschreiben und in 14 Tagen checken was geht!

Wir haben eine Kundin, die auf eine derartige Agentur hereingefallen ist. Zugegeben - sie steht mit einigen Keywords tatsächlich auf Platz 1. Übertragen auf unser Autoreifen-Beispiel wären es aber Keywords wie: „felgenbaumfederbolzenschmierfettkartuschenverpackung“.

Tolles Keyword, sucht nur niemand danach. Aber hey: 99,- EUR? EIN SCHNÄPPCHEN! 

Übrigens: Platz1 werden ist nicht schwer - Platz 1 sein dagegen sehr! Also fragen Sie gerne bei den Agenturen nach, was sie dafür tun, damit Sie mit Ihrem Keyword auch wirklich dauerhaft in der Pole Position bleiben. Aber - um fair zu bleiben: Es gibt tatsächlich Agenturen, die Sie in wenigen Tagen mit tollen Keywords auf Seite 1 bekommen.

Womit wir beim Stichwort „Backlinks“ wären.

Das Märchen der großen Weltagentur

Mehr und mehr wird auch dieses eher ein Relikt der Vergangenheit: Sie werden Kunde bei einer großen „führenden“ Agentur und siehe da: Kaum ist die erste Monatsrate von Ihrem Konto runter, stehen Sie auch mit einigen Keywords weit oben bei Google und Co.

Was ist passiert?

Die Agentur hat für Sie sogenannte Backlinks gesetzt. Also einen Link gesetzt von einer „wichtigen“ Seite zu Ihnen. Der Link dient den Suchaschinen als Empfehlung: „Seite ABC empfiehlt XYZ? Dann muss XYZ wichtig und gut sein!“ Dies funktioniert zwar heute auch noch so, doch ist mehr und mehr die Themenrelevanz ein wichtiger Aspekt unter Vielen für die Bewertung von Backlinks. Und damit auch für die Bewertung Ihrer Seite.

Denn: Früher war es auch ein beliebtes Geschäft, selber große Contentseiten aufzubauen. Diese wurden dann tatsächlich durch Suchmaschinen als wichtig angesehen. Wurde ein Link zu einer anderen Seite darauf platziert, galt diese Empfehlung als wichtig genug, diese neue verlinkte Seite entsprechend in den Suchbegriffen aufzuwerten.

Ist doch toll? Klar. Solange wie Sie bei der Agentur in Geiselhaft unter Vertrag stehen. Denn nicht selten erlischt mit dem Ende des Vertrages auch der Backlink. Und schon sind Sie mit ihren Keywords wieder weg vom Fenster, obwohl Sie seit 5 Jahren monatlich Geld an die Agentur gezahlt haben.

SEO allein - der Fokus auf das „Nachvornepeitschen“ von Keywords, nützt Ihnen überhaupt nichts.

Auch wenn es heute immer noch schnelle Erfolge mit kurzfristig gedachten Strategien gibt: Von Dauer werden die meisten in der Regel sicherlich nicht bleiben. Denn die Suchmaschinen werden besser und legen mehr und mehr den Fokus auf einzigartige Inhalte, die gut aufbereitet einen Mehrwert für den Leser / Kunden / Besucher bieten. Natürlich gibt es noch einen Haufen anderer Dinge, die ebenfalls eine Rolle spielen.

Aber wie sagt der Physiklehrer in der Feuerzangenbowle: „Datt krieje ma später!“

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